
Ihre alte Blow-Molding-Maschine wieder zum Leben erwecken
Führen Sie ein kleines oder mittelständisches Unternehmen, dann haben Sie vermutlich eine Blow-Molding-Maschine, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Sie funktioniert zwar noch, ist aber langsam – sie kann einfach nicht mit dem erforderlichen Tempo mithalten.
Ihr erster Impuls könnte sein, viel Geld in eine brandneue Maschine zu investieren. Aber ehrlich gesagt: Das ist wahrscheinlich nicht nötig. Oft genügt es bereits, die alten Heizelemente durch moderne Infrarotlampen auszutauschen. Das ist eine einfache Lösung, die die Leistung der Maschine erheblich steigern kann.
Das Geheimnis liegt im Temperaturmanagement
Beim Blow-Molding von PET ist Timing entscheidend. Der Preform muss genau auf die richtige Temperatur gebracht werden – weder zu kalt noch zu heiß. Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotlampen, denn sie dringen viel schneller in die PET-Masse ein als Langwellen-Lampen. Wenn man einen Standardquarztubus gegen eine Hochleistungs-Halogenlampe austauscht, erhöht sich die Hitzedichte. Dadurch wird der Preform schneller warm – das bedeutet, man kann den Transportprozess beschleunigen oder mehr Flaschen pro Stunde herstellen. Das ist doch eine gute Lösung!
Die Anschlüsse der Lampen
Gute Nachricht: Die Installation dieser Lampen ist kein Problem. Die meisten Ersatzlampen verwenden R7s- oder Sk15-Anschlüsse. Sie sind im Grunde „Plug-and-Play“. Man muss keine Steuerungskästen öffnen oder alles neu verdrahten. Wir wählen die Lampen in Abhängigkeit von der Spannung aus – meist 220V oder 380V. Eine höhere Spannung sorgt dafür, dass die Heizzone länger bleibt, ohne dass die Wärme an den Enden nachlässt. Zudem hat das Quarzglas oft eine spezielle Beschichtung, die die Wärme direkt in den Kunststoff leitet, anstatt sie in den Maschinenrahmen abzuleiten. So bleibt der Innenraum der Maschine nicht übermäßig heiß.
Ein Wort der Vorsicht
Aber Vorsicht: Mehr Hitze ist nicht immer die Lösung. Wenn man 2500-Watt-Lampen in eine Maschine einbaut, die für 1500 Watt konzipiert ist, ruft man Probleme hervor. Es kann zu Schäden an den Verkabelungen kommen oder die Sicherungen können durchbrennen. Außerdem muss man auch auf die Kühlventilatoren achten. Wenn die Luftzirkulation schwach ist, entstehen „heiße Punkte“ auf den Flaschen. Das führt zu ungleichmäßiger Wandstärke oder zu diesem lästigen Perlmutt-Effekt, der die Qualität der Flaschen beeinträchtigt. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsfähigkeit Ihrer Maschine ausreicht, bevor Sie den Schalter umlegen.