Hören Sie auf, gegen die Verbrennungsspuren beim Aushärten von Latex zu kämpfen! Wer schon einmal damit zu tun hatte, dünnen Latex zu vernetzen, kennt das Problem der Oberflächenverbrennungen. Es ist frustrierend: Die Außenseite des Produkts ist verbrannt, doch das Innere bleibt weiterhin unvollständig ausgehärtet. Das Problem liegt meist darin, dass die Infrarotenergie nicht die richtige Frequenz hat. Dadurch bleibt die Wärme nur an der Oberfläche – anstatt in das Material einzudringen. Wir lösen dieses Problem, indem wir die Wellenlänge unserer Kurzwellen-Infrarotlampen anpassen, sodass die Energie tatsächlich mit dem Gummi interagiert. Die richtige Wellenlänge finden Die meisten Standard-Infrarotlampen strahlen Energie in Wellenlängen ab, die vom Latex reflektiert werden. Das ist eine Verschwendung von Energie. Wir machen es anders: Durch Anpassung der Filamentzusammensetzung sowie der Beschichtung der Quarzkapsel können wir die Peakwellenlänge verändern. So wird die Wärme direkt in die Moleküle des Latex eingedrückt. Der Trade-off mit hoher Wärmeintensität Um solch eine Wärmeintensität zu erzielen, verwenden wir Hochleistungs-Kurzwellenemitter. Die Wärmezufuhr erfolgt dabei extrem schnell – das ist sehr effektiv. Doch es gibt ein Problem: Solche hohen Intensitäten erzeugen viel lokale Hitze. Wenn die Geschwindigkeit des Förderbands auch nur geringfügig falsch ist, kommt es wieder zu Verbrennungen. Zudem muss man sorgfältig mit den Kühlventilatoren und Schutzmaßnahmen umgehen. Wenn die Umgebungstemperatur um die Lampe herum zu hoch wird, brennen die Filamente viel früher aus. Keine „Standard-Lampen“ verwenden Wir verwenden hier keine „Standard-Lampen“. Jede Anlage ist individuell gestaltet. Wir passen Länge und Leistung der Lampen genau an die Bedürfnisse des jeweiligen Prozesses an. Warum? Weil nichts die Produktion so stark beeinträchtigt wie „Kaltstellen“ am Ende des Aushärtungstunnels. Wenn das Spektrum zur Struktur des Materials passt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird, endet das Problem. Man muss sich dann keine Sorgen mehr um Verbrennungsspuren machen – und die Aushärtungszyklen werden schneller. Im Grunde handelt es sich dabei um Physik: Die Lichtwellen müssen zur Chemie des Gummis passen.